Rückblick: Unser Profilfach unterwegs in Kirkel

Am 03.02.2026 fand im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel das Landesnetzwerktreffen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt. Eingeladen hatte die Landeskoordinatorin Michelle Reviglia. Mit dabei waren viele Schulen aus dem Netzwerk, zahlreiche außerschulische Kooperationspartner und NGOs – insgesamt deutlich über 150 Menschen.

Für die Gemeinschaftsschule Sonnenhügel war dieser Tag etwas Besonderes: Unser seit Beginn des Schuljahres neu eingerichtetes Profilfach „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde mit dem gesamten Kurs eingeladen. Normalerweise nehmen an solchen Treffen nur wenige Schüler*innen pro Schule teil. Zusätzlich waren wir gebeten worden, unsere Arbeit als Best-Practice-Beispiel vorzustellen – als einziges schulisches Beispiel an diesem Tag. Begleitet wurde der Kurs von Frau Fell und Frau Schaffner.

Die Schüler*innen verteilten sich auf verschiedene Workshops, unter anderem zu den Themen Rechtsextremismus, Queerness, Medien und Fake News sowie einen Rap-Workshop. Drei Schülerinnen nahmen außerdem an einem Workshop teil, der eigentlich für Erwachsene gedacht war und sich mit der Umsetzung von Schule ohne Rassismus im Schulalltag beschäftigte. Sie brachten sich dort aktiv ein und präsentierten die Ergebnisse später gemeinsam mit einer Lehrkraft auf der Bühne.

Ein besonderes Highlight war der Rap-Workshop, geleitet von Matondo. Drei Schülerinnen der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel trugen ihren selbst geschriebenen Rap auf der Bühne vor. Der Text zeigte eindrücklich, wie intensiv sich die Jugendlichen mit Themen wie Rassismus, Respekt, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandergesetzt haben:

„Wir brauchen Mut, um die Stärke zu nutzen,
sonst wird Rassismus unsere Werte beschmutzen.
Hör auf, andere Menschen zu verletzen,
denn deren Gefühle kann man nicht ersetzen.
Hass und Gewalt wird niemanden schützen,
denn Respekt heißt, andere Meinungen zu unterstützen.
Wir wollen Akzeptanz und keinen Hass.
Friedrich Merz, du bist nicht krass,
machst aus Menschen erfüllten Hass,
machst das Stadtbild zum Problem,
doch du ruinierst das System.“

Am Nachmittag stellte der gesamte Kurs außerdem das Profilfach der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel vor. Die Präsentation war vollständig von den Schüler*innen selbst erstellt worden. Alle Jugendlichen standen gemeinsam auf der Bühne – auch diejenigen, die vorher gesagt hatten, dass sie sich das eigentlich nicht zutrauen.
Der Beitrag wurde mit viel Applaus aufgenommen und zeigte, wie viel Schüler*innen mitnehmen, wenn sie ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen dürfen und Raum bekommen, sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.

Für alle Beteiligten war das Landesnetzwerktreffen ein sehr intensiver und positiver Tag. Die Rückfahrt erfolgte gemeinsam mit dem Zug – mit vielen Eindrücken, Gesprächen und sichtbarem Stolz auf das, was gemeinsam geschafft wurde.